Aufbau der Gummikette

Kettenglieder:

Bei der Gummikette befinden sich innenliegend die einvulkaniserten Kettenglieder. Diese sind im Eingriff mit dem Antriebsrad und bewegen sich, ausgehend von einer korrekten Montage der Gummikette, auf den hierfür vorgesehenen Konturen der übrigen Laufwertsteile.
Die Kettenglieder tragen das Gewicht der Baumaschine. Durch sie wird die Antriebskraft, welche über das Kettenrad eingeleitet wird, auf die Gummikette übertragen.
Bereits die Form der Kettenglieder hat einen großen Einfluss auf das Abrollverhalten der Baumaschine.


Endlos gewickelte Edelstahlseile (Stahlcorde)

Die geschmiedeten Kettenglieder werden zusätzlich mit endlos gewickelten Edelstahlseilen gesichert, um der Karkasse eine hohe Stabilität zu verleihen.
Die Auswahl der Stahlcorde hat hierbei einen entscheidenden Einfluss auf die Belastbarkeit – schlussfolgernd auf die Gummikettenstärke sowie Widerstandsfestigkeit der Baggerkette. In dem Zusammenhang spielt das benötigte Gleichgewicht zwischen Stabilität und Flexibilität der Gummikette eine zentrale Rolle.


Der Formguss-Gummi der Kette:

Gummiketten sind im Arbeitsalltag oft anspruchsvollen Aufgaben ausgesetzt.
Sie bestehen ähnlich einem Autoreifen aus einer Art Karkasse, die mit einem vulkanisierten Formguss-Gummi umgeben ist. Der Formguss-Gummi schützt die Elemente der Karkasse vor Beschädigungen sowie vor Korrosion und bildet zugleich die Lauffläche. Das Zusammenspiel aus einer ausreichenden Flexibilität, einer hohen Widerstandfestigkeit sowie Langlebigkeit als auch genügend Grip (Bodenhaftung) der Gummikette, stellen hierbei wesentliche Herausforderungen in der Entwicklung dar. Beim Gebrauch von Gummiketten ist die Beschädigung des Untergrunds in der Regel deutlich geringer als bei Stahlketten. Typisch für Gummiketten ist zudem ein niedriger Lärmpegel während der Fahrt der Baumaschine.

Aufbau der Gummikette